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Mahlzeitenbezogene Insulintherapie des Typ 2-Diabetes
=supplementäre Diabetestherapie=prandiale Glucoseregulation (PGR)

Bei Typ 2-Diabetes wird der basale Insulinbedarf häufig noch aus eigener Sekretionsleistung erbracht. In der Regel genügt eine Insulin-Substitution bzw. Stimulation zu den Mahlzeiten.

typ2dm.jpg - 9k/zweckmäßige Insulinverteilung
Abb.:Zweckmäßige Insulinverteilung bei Typ 2-Diabetes mit mahlzeitenbezogener Insulinsubstitution (nach R.Renner, München)

Start mit einem kurz aber schnell wirkenden (Turbo-) Insulin!
A) Berechnung des voraussichtlichen Tagesbedarfs:

1. Patient mit Normal- oder nur leichtem ÜbergewichtNüchtern-BZ [mg/100ml] mal 0,2 [mal 18 bei mmol/l]
2. Patient mit Stammfettsucht Nüchtern-BZ [mg/100ml] mal 0,3 [mal 18 bei mmol/l]

B) Aufteilung der errechneten Gesamtmenge [IE] auf drei Mahlzeiten:

Frühstück (FS) = 3/6Mittagessen (ME) = 1/6 Abendessen (AE) = 2/6


C) Dosisanpassung bis postprandialer BZ im Zielbereich ist!

D) Falls Nüchtern-BZ immer noch zu hoch bleibt, gibt man zwischen 22 - 23 Uhr ein Verzögerungsinsulin hinzu, wobei man mit einer Menge beginnt, die der abendlichen Turbo-Insulingabe entspricht (2/6 des Tagesbedarfs).

Beispiel anhand eines Normalpatienten:

Nüchtern-BZ = 180 mg/100ml x 0,2 = 36 IE

Verteilung : FS= 18 IE ... ME= 6 IE ... AE= 12IE .... ggf. 22.oo Uhr 12 IE Verzögerungsinsulin!

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