Im Zeichen des Aesculapstabes

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  Jules Jean Baptiste Vincent Bordet (1870 - 1961)

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Abb: Ehrung Bordets auf einer Nobelpreisausgabe der schwedischen Post

Belgischer Mediziner und Biologe

geb. am
13. Juni 1870 in Soignies
verst. am 6.April 1961 in Brüssel

Bordet promovierte 1892 zum Doktor der Medizin und begann dann 1894 seine Arbeit am Pasteur Institute in Paris. Dort beschrieb er im Labor von Elie Metchnikoff die Phagozytose von Bakterien durch weiße Blutkörperchen. 1898 erklärte er die durch Addition fremden Blutserums hervorgerufene Hämolyse. Ab 1901 arbeitete er im Pasteur Institute in der Nähe von Brüssel.

1900 verließ er Paris, um das Pasteur Institute in Brüssel zu gründen und fand heraus, dass nicht-spezifische Serum-Komponenten in vivo die anfängliche spezifische Antigen-Antikörper-Reaktion verstärken und in einen wirkungsvolleren Abwehrmechanismus umwandeln. Er nannte diese Komponenten Alexine. Heute sind sie unter dem Namen Komplementsystem bekannt. Der damit entdeckte Prozess der Bindung von Antigen einerseits und Komplement-Produkten andererseits wurde die Basis von Komplementbindungsreaktions-Labortests (KBR-Tests). Damit wurden serologische Tests auf Syphilis möglich. Insbesondere entwickelte August von Wassermann den nach ihm benannten Test. Mit denselben (KBR-)Techniken diagnostiziert man heute zahllose andere Krankheiten. Mit Octave Gengou isolierte er 1906 Bordetella pertussis in Reinkultur und postulierte es als den Verursacher des Keuchhustens. Den Nobelpreis für Medizin erhielt er 1919 für seine Entdeckungen auf dem Gebiet der Immunologie.

 


 



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