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Santiago Ramon
y Cajal (1852 - 1934) und Camillo Golgi
(1843 - 1926) |
  
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Abb.:
Golgi Mitte, R. y Cajal rechts
Santiago Ramon y Cajal
geb. am 1.Mai 1852 Petilla de Aragon (Spanien)
verst. am 17.Oktober 1934 in Madrid Arzt,
Hirnforscher, Nobelpreisträger Eigentlich
wollte er Künstler werden, jedoch sein Vater, Professor
an der Universität von Saragossa, überzeugte
ihn, Medizin zu studieren. Seine Leidenschaft für
das Zeichnen, seine Sensibilität zur visuellen
Ästhetik und sein Talent im Konvertieren von visuellen
Bildern in Zeichnungen blieben die Kennzeichen seiner
künftigen wissenschaftlichen Aktivität.
1873 bekommt er seine Medizinerlizenz und diente als
Arzt bei der Armee. 1874 bis 1875 begleitet Ramón
y Cajal eine Expedition nach Kuba und infiziert sich
dort mit Malaria und Tuberkulose. 1875, nach seiner
Rückkehr nach Spanien, nimmt er eine Stelle als
Assistenzarzt an der Medizinischen Fakultät in
Saragossa. 1877 wird er von der Zentraluniversität
in Madrid, die seinerzeit das Monopol auf die Vergabe
von Doktortiteln hatte, als Mediziner promoviert. Vier
Jahre später 1879 wurde er Direktor am Saragossa
Museum und heiratete Silvería Fañanás
García. Santiago Ramón y Cajal arbeitete
vor allem über die Feinstrukturen des Nervensystems,
vor allem des Gehirns und des Rückenmarks. Cajal
hatte 1889 erstmals die einzelnen Zelltypen des Kleinhirns
und die auffallende Schichtung von Nervenzellen und
Fasern in der Kleinhirnrinde genau beschrieben. Er hatte
eine damals neue von Golgi entwickelte Anfärbungsmethode
angewendet. Ramón y Cajal erkannte, dass
die Kleinhirnrinde aus drei optisch unterscheidbaren
Schichten besteht. Die innere und die mittlere stecken
dicht voller Zellkörper, die äussere besteht
hauptsächlich aus Zellfortsätzen, gespickt
voller Synapsen zur Signalübertragung. 1883
wird er als Professor für Beschreibende und Generelle
Anatomie in Valencia bestätigt. 1887 wechselt Ramón
y Cajal als Professor für Histologie und Pathologie
nach Barcelona und 1892 für die gleiche Fachrichtung
nach Madrid. 1900 wird er Direktor des Instituto Nacional
de Higiene und des Investigaciones Biológicas.
1906 erhält er den Nobelpreis für Medizin
gemeinsam mit Camillo Golgi " in Anerkennung ihrer
Arbeit über die Struktur des Nervensystems."
Camillo Golgi geb. am 7.Juli 1843
(1844?) in Corteno nahe Brescia verst. am 21.
Januar 1926 in Pavia (wo er sein ganzes Leben
verbrachte) Camillo Golgi war ein italienischer
Mediziner und Physiologe. Er erhielt den Nobelpreis
für Medizin im Jahr 1906 gemeinsam mit Santiago
Ramón y Cajal. Die größte Leistung,
die Golgi vollbracht hat, war die revolutionäre
Methode, einzelne Nerven und Zellstrukturen einzufärben.
Diese Methode wurde als „Schwarze Reaktion“ bekannt
und es handelte sich um eine histologische Färbung
mit Silbernitrat. Die meiste Zeit seines Lebens versuchte
er, diese Methode zu verbessern und zu verfeinern. Durch
sie entdeckte er u.a. den nach ihm benannten Golgi-Apparat
und die Golgi-Zellen im Gehirn.
Golgi war der Sohn eines Arztes und
studierte Medizin an der Universität von Pavia
unter Mantegazza, Bizzozero und Oehl. Nachdem er 1865
graduiert hatte, ging er in an das Krankenhaus von St.Matteo
in Pavia. Golgi selbst gab an, daß Bizzozero ihn
förderte und seiner Methode der wissenschaftlichen
Forschung beeinflußte. Zu dieser Zeit betrafen
die meisten seiner Untersuchungen das Nervensystem,
d.h. Geisteskrankheiten, neurologische Krankheiten die
Histologie des Gehirns. 1872 übernahm er die
Position des Chefarzts am Krankenhaus für chronische
Erkrankungen in Abbiategrasso. Hier begann er in einer
umgebauten Küche seine bahnbrechenden Arbeiten
über das Nervensystem. 1881 kehrte Golgi als Außerordentlicher
Professor für Histologie an die Universität
in Pavia zurück und erhielt nach einem kurzen Aufenthalt
in Siena den Lehrstuhl für Allgemeine Pathologie.
1890 identifizierte er die drei verschiedenen Erreger
der Malaria und entwickelte eine Methode, die Stadien
des Parasiten zu fotografieren. Während des Ersten
Welkriegs setzte sich Golgi für ein Militärhospital
in Pavia ein. Hier baute er ein Neuropathologisches
und Mechanopathologisches Institut zum Studium und die
Behandlung von Verletzungen des Peripheren Nervensystems
auf. Camillo Golgi heiratete 1881 die Nichte seines
Lehrers Bizzozero, Donna Lina. Sie hatten keine eigenen
Kinder, adoptierten jedoch seine Nichte Carolina.
Empfehlung biografische(r) Seite(n):
http://www.weltchronik.de/ws/bio/r/ramonSyC/rs01934a-RamonSantiagoYCajal-
18520105b-19341017d.htm http://de.wikipedia.org/wiki/Santiago_Ram%C3%B3n_y_Cajal
http://de.wikipedia.org/wiki/Camillo_Golgi
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