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geb. am 8. Oktober 1883 in Freiburg
(Breisgau) verst. am 1. August 1970 in Berlin
deutscher Biochemiker, Arzt und Physiologe.

Für „die Entdeckung der Natur
und der Funktion des Atmungsferments“ erhielt Warburg
1931 den Nobelpreis für Medizin. Er war Professor
an der Friedrich-Wilhelms-Universität Berlin und
Gründer und Direktor des Kaiser-Wilhelm-Instituts
für Zellphysiologie in Berlin-Dahlem. Seine wissenschaftlichen
Beiträge leistete er u. a. über die Atmungskette,
den Stoffwechsel von Tumoren und die Photosynthese der
Pflanzen. Warburg ist in der Krebsforschung heute
noch durch die sog. Warburg-Hypothese bekannt. Er hatte
festgestellt, daß Tumore sich durch eine ungewöhnliche
Konzentration von Laktat, dem Produkt der Vergärung
von Glukose auszeichnen, obwohl genügend Sauerstoff
für die normale Verbrennung mit Hilfe der Mitochondrien
vorhanden war. Daraus hatte er 1930 die Hypothese abgeleitet,
dass eine Störung oder Unterbrechung der Funktion
der Mitochondrien in Krebszellen der Hauptgrund für
das Wachstum von Krebs sei. Die Annahme ist ein Klassiker
der medizinischen Grundlagenforschung und wurde nie
überzeugend widerlegt, aber auch nie bewiesen.
Inzwischen (Januar 2006) hat eine Gruppe von Jenaer
und Potsdamer Wissenschaftlern den Nachweis geführt,
dass die Geschwindigkeit des Tumorwachstums von den
Stoffwechselprozessen abhängig ist und daß
diese erfolgreich beeinflusst werden können.
In Andenken an Otto Heinrich Warburg vergibt die Gesellschaft
für Biochemie und Molekularbiologie (GBM) e.V.
jährlich die Otto-Warburg-Medaille. Die Otto-Warburg-Medaille
ist die höchste wissenschaftliche Auszeichnung
der GBM und gilt als eine der wichtigsten Auszeichnungen
im Bereich der Biochemie in Deutschland. Sieben der
Preisträger erhielten später auch den Nobelpreis.
Empfehlung biografische(r)
Seite(n): http://de.wikipedia.org/wiki/Otto_Heinrich_Warburg
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