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Marie
Sklodowska-Curie (1887 - 1934) und Pierre
Curie (1859 - 1906) |
  
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Marie Curie - Physikerin,
Chemikerin geb. am 7. November 1867
in Warschau (als Maria Sklodowska) verst. am
4. Juli 1934 in Sancellemoz (Frankreich)
Pierre
Curie - Physiker, Chemiker geb. am 15.Mai 1859
in Paris verst. am 19. April 1906 in Paris
Noch heute spricht man
ehrfurchts- und bewunderungsvoll von "Madame Curie",
denn keine andere Frau hat wie sie die Physik, die Chemie,
die angewandten Naturwissenschaften und die Medizin
beeinflußt. Die Maßeinheit der Radioaktivität
trugt ihr zu Ehren Ihren Namen. Auch eine medizinische
Behandlungsmethode, die "Curie-Therapie" war
nach ihr benannt, wenngleich diese Art der Strahlentherapie
mit Radium heute nur noch selten erfolgt. In ihrer
Heimat verdiente sich Maria Sklodowska den Lebensunterhalt
zunächst als Erzieherin in polnischen Familien.
Da Frauen der Zugang zu polnischen Hochschulen versagt
war, folgte sie im Jahre 1891 ihrer älteren Schwester
Zofia nach Frankreich, um an der Pariser Universität,
der Sorbonne, Physik und Mathematik zu studieren. Hier
lernte sie 1894 den französischen Physiker Pierre
Curie kennen, den sie 1895 heiratete. Pierre Curie war
Professor der Physik an der Sorbonne, wo er sich mit
Fragen der Piezoelektrizität, der Kristallographie
und des Magnetismus beschäftigte und in seinem
Fach hohes Ansehen erwarb. Als nunmehrige Marie
Curie begründete sie mit ihrem Mann ein wissenschaftliches
Werk, das sie beide weltberühmt machte, und ihr
die seltene Ehre zuteil werden ließ, zweimal mit
den Nobelpreis ausgezeichnet zu werden. Fasziniert
von der Entdeckung der natürlichen radioaktiven
Strahlung bei Uransalz, von der der französische
Physiker und Mineraloge Henri-Antoine Becquerel (1852-1908,
siehe dort!) erstmals am 24.2.1896 berichtete, erforschten
Marie Curie und ihr Mann die bislang völlig unbekannte
radioaktive Strahlung. Ende 1898 konnten sie mit ihrer
Arbeit "Über eine neue radioaktive Substanz,
die in der Pechblende enthalten ist", grundlegende
wissenschaftliche Ergebnisse vorweisen. Die beiden hatten
Versuche mit uranhaltigen Erzen durchgeführt, und
nach mühevollen Versuchen und vielen Misserfolgen
aus der Pechblende - einem Mineral, das später
zur Uran- und Radiumgewinnung benutzt wurde - das Polonium
und am 26.12.1898 das radioaktiven Element Radium entdeckt.
Das Polonium nannte Marie Curie nach ihrer Heimat, und
auch der Begriff "Radioaktivität" stammt
von ihr. Im Jahre 1903 erhielten Marie Curie zusammen
mit ihrem Mann, mit dem sie gemeinsam die entscheidenden
Arbeiten über das Radium durchführte hatte,
sowie mit Becquerel, dessen Entdeckung der Radioaktivität
wegweisend war, den Nobelpreis für Physik. Bei
ihren Untersuchungen war das Ehepaar Curie auch auf
die medizinische Anwendbarkeit des Radiums aufmerksam
geworden und hatten beobachtet, dass damit schwerwiegende
biologische Effekte verbunden sein können. Daher
wies Pierre Curie in seiner Nobel-Rede auf mögliche
Gefahren für die Menschheit hin, die sich aus ihre
Entdeckung ergeben könnte. Im Jahre 1904 erhielt
Marie Curie erstmals eine bezahlte Stellung, und zwar
als Assistentin ihres Mannes an der Naturwissenschaftlichen
Fakultät der Sorbonne. Nach seinem Tod durch einen
tragischen Verkehrsunfall wurde sie seine Nachfolgerin
und übernahm dessen sämtliche Funktionen an
der Sorbonne. 1911 erhielt sie für die "Verdienste
um die Entwicklung der Chemie durch die Entdeckung der
Elemente Radium und Polonium" zum zweiten Mal den
Nobelpreis - diesmal für Chemie und unter dem Namen
"Marie Sklodowska-Curie". 1914 wurde
auf ihre Initiative das französische Radiuminstitut
in Paris gegründet, 1920 folgte die Curie-Stiftung
zur Einwerbung von privaten Geldern zur Finanzierung
der aufwendigen radioaktiven Forschungen, und 1922 wurde
Marie Curie in die Académie de Médecine
gewählt. Noch mit ihrem Mann und später allein
erforschte sie systematisch die physikalischen, chemischen
und biologischen Eigenschaften der radioaktiven Strahlen
und begründete damit die Radiochemie, den Einsatz
radioaktiver Stoffe in der Forschung, medizinischen
Diagnostik und Therapie. Marie Curie wurde selbst
eines der vielen Opfer fortwährender radioaktiver
Strahleneinwirkungen. Sie starb durch strahlenbedingte
Veränderungen in der Zusammensetzung des Blutes,
die eine Ursache für eine Leukämie waren,
der sie schließlich erlag.

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