Im Zeichen des Aesculapstabes

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Ferdinand Ritter von Arlt (1812 - 1887)
Joseph Hyrtl (1810 - 1994)

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Vertreter der berühmten "Wiener Schule"

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Ferdinand Ritter von Arlt

geb. 18.04.1812 in Ober-Graupen (heute Krupka, CZ)
gest. 07.03. 1887 in Wien

Der österreichische Augenarzt lehrte zuerst in Prag und wurde 1858 Professor der Ophthalmologie an der Wiener Universität. Er benutzte als einer der ersten Ärzte Jodsalben zur Katarakttherapie. Desweiteren verwendete er chemische Ätzmittel zur Augentumorbehandlung (Kurzes Handbuch der Ophthalmologie, Springer Verlag, 1932).
In seinem bekannten Werk "Die Krankheiten des Auges" berücksichtigt er als einer der ersten die Pathologie und Histologie und leitet so eine völlige Reform der Augenheilkunde ein. Er systematisierte die klinische Darstellung der Krankheiten des Auges; zunächst der Binde-, Horn- und Lederhaut dann der Iris und des Ciliarkörpers
Seit 1854 gab er gemeinsam mit von Graefe und Donders die Fachzeitschrift "Archiv für Ophthalmologie" heraus.
Ritter von Arlt war ein bedeutender Reformer der Augenheilkunde. Er erkannte als erster die Ursache der Kurzsichtigkeit.

Werke: Die Krankheiten des Auges, 3 Bände, 1851; Die Kurzsichtigkeit, Entstehung und Ursachen, 1878.
 

Josef Hyrtl

geb. am 7.12.1810 in Eisenstadt
verst. am 17.7.1894 in Perchtoldsdorf

österreichischer Anatom.

Hyrtl wurde in Eisenstadt (im damaligen Ungarn) geboren. Er begann seine medizinischen Studien in Wien 1831. Seine Eltern waren arm und er musste Geldmittel für die medizinische Ausbildung finden. Während er Medizinstudent war erregte er die Aufmerksamkeit von Professoren und Studenten und er wurde zum Prosektor in Anatomie genannt. Er wurde zum Assistenten von Prof. Czermak und später auch Museumsdirektor.
Hyrtl gab Kurse in Anatomie für Studenten und in Praktischer Anatomie für Physiologen.
1837 wurde er (mit nur 26 Jahren) Professor an der Universität in Prag. Dort war er sehr angesehen und schrieb auch Bücher, die in viele Sprachen übersetzt wurden, aber 1845 ging er nach Wien. 5 Jahre später schrieb er das Handbuch der Topographischen Anatomie, das weltweit zu einem der wichtigsten Lehrbücher an medizinischen Schulen wurde.
1850 begründete er in Wien das Museum für vergleichende Anatomie. Auch viele anatomische Museen weltweit versorgte er mit Präparaten. 1865 wurde er anlässlich des 500-jährigen Bestehens der Wiener Universität zum Rektor ernannt, weil er die Universität als berühmtester Professor vertreten sollte.
1880 wurde sein 70. Geburtstag prunkvoll gefeiert und Hyrtl erhielt Gratulationen von allen Universitäten der Welt. Am 17. Juli 1894 wurde er tot in seinem Bett gefunden.
Sein Vermögen vermachte er wohltätigen Zwecken, so wurde in Mödling in Niederösterreich das Hyrtl'sche Waisenhaus errichtet. 


 



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