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Alexander
Fleming (1881 - 1955) |
  
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geboren am 6.August 1881 in Lochfield
(Nähe Darvel, Schottland) gestorben am 11.März
1955 in London
Der Entdecker des Antibiotikums Penicillin
wurde am 6. August 1881 in Lochfield in Schottland geboren.
Er arbeitete vor seinem Medizinstudium am St.Mary's
Hospital der Universität vier Jahre in einer Reederei.
Nachdem er verschiedene Stipendien erhalten hatte, konnte
er mit dem lange ersehnten Medizinstudium beginnen.
Als brillianter Student erhielt er die höchsten
Ehren der Universität und kurz nach Abschluss seines
Studiums qualifizierte er sich zum Chirurgen. Seine
wissenschaftliche Tätigkeit begann 1908 bei Sir
Almoth Wright, mit dem ihn bis zu dessen Tod 1947 eine
enge Freundschaft verbinden sollte. Die Entdeckung
des Penicillins, so sagte Fleming 1945 in seiner Rede
anlässlich der Verleihung des Nobelpreises, war
auf eine rein zufällige Verunreinigung seiner Staphylokokkenkulturen
durch einen Schimmelpilz zurückzuführen, der
bewirkte, daß seine Kulturen sich auflösten.
Dieser Pilz wurde schließlich als Penicillium
notatum identifiziert, jedoch scheiterte jeder Versuch,
das Penicillin zu konzentrieren, an dessen Instabilität.
Schon 1929 hatte Fleming diese außergewöhnlich
interessante Beobachtung veröffentlicht, die aber
in der medizinischen Welt sehr wenig Beachtung fand.
Allerdings war Fleming nicht der erste, der beobachtete,
dass Pilze der Gattung Penicillium das Wachstum von
Bakterien hemmten. Die gleiche Beobachtung hatte bereits
1870 John Burden Sanderson, ein Jahr später Joseph
Lister, 1874 William Roberts und 1896 ein französischer
Medizinstudent, Ernest Duchesne, gemacht. Bemerkenswert
bei Fleming war jedoch sein Blick für das Unerwartete,
der sich von dem erstaunlichen Phänomen fesseln
liess und es weiter untersuchte. Fleming konnte
zeigen, dass Penicillin gegen mehrere gram-positive
Bakterien hochwirksam war, jedoch einigen gram-negativen
nichts anzuhaben vermochte. Ausserdem zeigte Fleming
als erster, daß penicillin-haltige Nährlösung
auf weisse Blutkörperchen und lebende Keime nicht
giftiger wirkt als gewöhnliche Nährlösung.
Allerdings drängt sich einem der Verdacht auf,
dass Fleming von der überragenden Bedeutung seiner
Entdeckung keinerlei Vorstellung hatte. Zwar verwendete
er Penicillin verschiedentlich als lokales Antibiotikum,
schrieb aber 1940, dass es wohl nicht der Mühe
wert sei, diese Substanz herzustellen. Offenbar kam
er nicht auf den Gedanken, diese Substanz in den Blutkreislauf
zu geben, um so Infektionen zu heilen. Nur so erklärt
sich die Tatsache, dass das Penicillin über ein
Jahrzehnt ein hinter den Labortüren begrabener
Schatz blieb. Zu Flemings weiteren wichtigen Arbeiten
gehören auch seine Untersuchungen über Lysozyme,
die er im Nasenschleim, der menschlichen Haut, im Blut
und Speichel, sogar in den Fingernägeln fand. Fleming
interpretierte diesen Befund als einen in allen Körperteilen
wirksamen Abwehrmechanismus. Allerdings erwiesen sich
die Lysozyme, die übrigens auch heute noch Gegenstand
der Forschung sind, nur als wirkungsvoll gegen apathogene,
nicht aber gegen pathogene Keime. Ebenso wie seine späteren
Veröffentlichungen über das Penicillin, fanden
seine 1921 und 1922 veröffentlichten Arbeiten über
Lysozyme in der Fachwelt kaum Beachtung. Alexander Fleming
starb am 11. März 1955 in London. Seine
Entdeckung zählt zu den wichtigsten Errungenschaften
der Medizin im vergangenen Jahrhundert.
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