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Gerhard Henrik Armauer Hansen (1841-1912 )

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Ehrung auf einer Sondermarke seines Vaterlandes von 1973 und Pakistans

 

Ein herausragendes Ereignis in der Geschichte der Lepra fand im Jahre 1873 statt. Der Norweger Gerhard Henrik Armauer Hansen (1841-1912 ) identifiziert den Erreger der Lepra und beweist damit, daß Lepra eine Infektionskrankheit ist.
Der Erreger der Lepra, das Mycobacterium leprae, ist von Hansen, dem Amtsarzt aus Bergen, in ungefärbten Präparaten identifiziert worden. Erst dem Breslauer Dermatologen Albert Neisser (1855-1916) gelang es im Jahre 1879 mit Färbemethoden den Erreger der Lepra noch genauer nachzuweisen. Dennoch ist es Hansen zu verdanken, die Natur der Lepra als Infektionskrankheit aufgedeckt zu haben.
Als in Bergen eine Reihe von Leprafällen auftraten, wandte sich Hansen der Erforschung dieser Krankheit zu. Die Veröffentlicheung seiner Entdeckung unter dem Titel "On the etiology of the leprosy" blieb lange Zeit unbeachtet und fand erst 1909 auf einem internationalen Leprakongrß in Bergen ihre volle Anerkennung.

Das Mycobacterium leprae steht dem Tuberkuloseerreger sehr nahe, ist grammpositiv, säurefest und hat mit ca. 15 Tagen die längste Generationszeit im Vergleich mit anderen Bakterien. Es vermehrt sich nur intrazellulär, überwiegend in den Makrophagen der Haut und in den Schwann´schen-Zellen der peripheren Nerven, fast ausschließlich im menschlichen Körper. Die Vermehrung des Mycobacterium leprae außerhalb des menschlichen Körpers gelang bisher im "Mausfußsohlen-Modell" und im neunbändigen Gürteltier-Armadillo. Seine Züchtung auf künstlichem Nährboden ist noch nicht gelungen, was ein gravierendes Hindernis für die Forschung darstellt. Es ist ebenfalls nicht gelungen, einen wirksamen Impfstoff gegen die Lepra zu entwickeln.

Dr.Gerhard Hansen auf einem Ersttagsbrief der französischen Post

 


 



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