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SteineAus dem Internet-Projekt: Datenbank für Allgemeinmedizin
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M E R K B L A T T   FÜR 
H A R N S T E I N T R Ä G E R



Teil II - Spezielle Hinweise

Es kann nützlich sein, die Behandlung Ihres Harnsteinleidens durch geeignete diätetische Maßnahmen zu unterstützen. Dabei ist das Ergebnis der chemischen Steinanalyse von wesentlicher Bedeutung.
Beachten Sie jedoch, daß eine Diät nur einen geringen Beitrag zur Prophylaxe von Steinen leisten kann. Wesentlich bedeutsamer und effektiver in ihrer Wirkung sind die im Teil I - Allgemeine Hinweise beschriebenen Maßnahmen. Lediglich bei Uratsteinen (Harnsäure) sollte sich der Steinträger etwas strenger an die Empfehlungen halten, da bei dieser Steinart sehr oft falsche Ernährung und andere ungesunde Lebensweisen ganz wesentlich an der Steinbildung beteiligt sind.
Lassen Sie sich in jedem Falle von Ihrem Arzt beraten. Steine bestehen häufig aus Mineralgemischen. In diesem Merkblatt werden nur die 3 häufigsten Steinarten besprochen!

  1. Oxalatstein (am häufigsten)
  2. Uratstein (Harnsäurestein)
  3. Phosphatstein







Oxalatstein (Calciumoxalatstein)

  1. Harnalkalisierende Diät (siehe Teil I - Allgemeine Hinweise)
  2. reichlich Vitamin B6
  3. reichlich Flüssigkeit
  • Erlaubt: Blumenkohl, grüne Bohnen, Endivien, Gurken, Kopfsalat, Möhren, Tomaten, Weißkohl, Zwiebeln, Brot
  • Einschränken: Kakaoprodukte (Schokolade), Milchprodukte (siehe aber Hinweise Teil I des Merkblattes!), Grünkohl, Sauerampfer, Mandeln, Nüsse,Rhababer, Petersilie
  • Weiter Urat




    Uratstein (Harnsäurestein)

    1. Auflösung möglich !!! Einnahme der Medikamente streng nach ärztlicher Empfehlung ! Säurewert des Harns zwischen pH 6,2 und 6,8 halten! Die entsprechende Unterweisung erfolgt durch den Arzt. Lesen Sie auch den Beipackzettel des Medikaments.
    2. Dringliche Gewichtsreduktion bei Übergewicht
    3. harnalkalisierende Kost (siehe unten)
    4. reichlich Flüssigkeit, alkalisierende Wässer
    5. Harnalkalsierende Diät siehe Teil I des Merkblattes.Keinesfalls sollte der Urin den pH-Wert 7,0 übersteigen, da sich sonst unlösliche Calcium-Phosphatsteine bilden. Mindestens 3x täglich den pH-Wert mit einem Testdtreifen messen.