Zurück zur Liste

SteineAus dem Internet-Projekt: Datenbank für Allgemeinmedizin
Info über fwiegleb@gmx.de

M E R K B L A T T  F Ü R 
H A R N S T E I N T R Ä G E R



Teil I - Allgemeine Hinweise

Ursachen der Steinbildung

... sind vielfältiger Art. Neben noch nicht sicher bewiesenen Faktoren scheinen folgende eine gewisse Rolle zu spielen.

1. Fokalinfektionen

Sie können von verborgenen Entzündungsherden im menschlichen Körper ausgehen (Mandelentzündung, Bronchitis, Stirnhöhlenvereiterung, Blasenentzündungen, chronische Unterleibserkrankungen u.a.). Durch Abgabe von schädlichen Stoffen in die Blutbahn bewirken sie eine chronische Reizung des Nervensystems, Störungen der Nervendurchblutung und damit steinbegünstigende Nierenschäden über Reflexe des Nervensystems,die sich auf das harnableitende System auswirken.

2. Oberschenkelamputation

Hier erfolgt die Reizung des Nervensystems durch Stumpfbeschwerden (Phantomschmerz, Druckstellen), was sich reflektorisch wiederum ungünstig auf das Nierensystem auswirkt.

3. Bettlägerigkeit

(z.B. langes Krankenlager) Sie führt zu einer mechanischen Harnabflußbehinderung .

4. Ungesunde Lebensweise

Insbesondere Bewegungsmangel,Tabletten- und Nikotinmißbrauch sowie die übermäßige Zufuhr bestimmter Nahrungsstoffe können die Steinbildung fördern.

5. Übermäßige Austrocknung durch Flüssigkeitsverlust

Sie führt zur Konzentration des Harns mit der Gefahr der Steinbildung.Hitzearbeiten, Schwitzen, Saunabäder und Tropenaufenthalte sind häufig mit starken Flüssigkeitsverlusten verbunden.

6. Krankheiten

Chron.Blasen- u. Nierenbeckenentzündung, Frauenleiden (Entzündungen u. Vergrößerungen der inneren Sexualorgane) sowie Verstopfung. Sie führen häufig zu Abflußbehinderungen und Steinbildung, da die Harnleiter gegen Muskeln bzw. Knochen gedrückt werden.

Allgemeine Verhaltensmaßregeln

Diese Regeln sind wichtiger als die in Teil II ausgeführten Ernährungsrichtlinien (Diäten) !!!

  1. Regelmäßige Zahnhygiene und Untersuchung der Zähne !
  2. Vollwertige,ballaststoff- und vitaminreiche Ernährung.
  3. Reichhaltige Flüssigkeitszufuhr vom Aufstehen bis zur Nachtruhe !

Merke:Trinkmenge ist ausreichend, wenn Urinausscheidung in 24 Std. 1,5 Liter beträgt, das heißt, sie muß ca. 2 bis 3 Liter umfassen!

  1. Regelmäßige Stuhlentleerung o h n e Abführmittel !
  2. Viel körperliche Bewegung!

Dadurch werden mikroskopisch kleine Steine zur Abtreibung gebracht bevor, Beschwerden auftreten.

  1. Gewichtsreduktion bei Übergewicht ! (insbes. bei Harnsäuresteinen)

Ernährungshinweise

Der Eiweißbedarf des Körpers muß wechselseitig aus Fleisch, Fisch, Milchprodukten und Eiern gedeckt werden, auch wenn diese Produkte bei bestimmten Steinarten auf der " Verbotsliste " stehen (siehe Teil II). Also maßhalten! Ernährungshinweise nicht überbewerten ! Keine einseitige Kost !

Harnsäuernde Kost bei Calcium-Phosphat- u. Tripelphosphatsteinen

Fleisch,Fisch,Getreideprodukte,Sauerbrunnen (säuernde Wässer) - Beratung durch Arzt oder Apotheker

Harnalkalisierende Kost bei Oxalat- und Harnsäuresteinen

alle Gemüsesorten außer Rosenkohl,Obst- und Fruchtspeisen, Marmelade, Gelee, Yoghurt, Kartoffeln, alkalisierende Wässer - Beratung durch Arzt oder Apotheker


Teil II Spezielle Hinweise  Seitenanfang Top  Patienteninfos  Patienteninfo  Wegweiser Wegweiser  Homepage Home