Nutzen Sie dieZurückfunktion Ihres Browsers oder schließen Sie das Fenster wieder!

Verordnung von Krankenfahrten

Nach einer Information der BARMER-Ersatzkasse

Die nachfolgenden Ausführungen sind alt und noch vor dem 1.1.04 , - also vor dem Inkrafttreten des GRG -, hier veröffentlicht worden. Neu nach dem Anfang des Jahres verbschiedetem Gesundheitsreformgesetz ist:
  • Ambulante Krankenfahrten werden nur in Ausnahmefällen erstattet.
  • Vorab ist die Genehmigung der Krankenkasse einzuholen.
Die Kriterien für die Fahrtkostenerstattungen, die nachfolgend aus dem altem Text übernommen wurde gelten auch nach der neuen Gesetzeslage. Durch die Vorab-Genehmigung werden deren Einhaltung zukünftig vermutlich besser geprüft!
Fahrtkosten von zu Hause zum Arzt/Behandlung usw. ohne vorab genehmigten Fahrtauftrag durch den Arzt, den die +

Allgemein

Krankenfahrten sind Fahrten, die im Zusammenhang mit einer Leistung der Krankenkasse notwendig sind und mit öffentlichen Verkehrsmitteln, Taxi, Mietwagen oder mit dem eigenen PKW ohne fachliche Betreuung durchgeführt werden.

Krankentransporte sind Fahrten, bei denen während der Fahrt eine fachliche Betreuung des Versicherten oder der Einsatz der besonderen Einrichtungen des Krankenwagens erforderlich ist oder dies auf Grund des Zustands des Versicherten möglicherweise notwendig wird.

Eine Rettungsfahrt lieg vor, wenn der Krankentransport mit einem Rettungsmittel (RTW, Notarztwagen, Rettungshubschrauber) erfolgt.

Leistung der Krankenkasse

A) Die Krankenkasse übernimmt die Fahrtkosten in Höhe des 12.76 Euro übersteigenden Betrages ausschließlich :
B) Im Rahmen der Härtefallregelung (§61 SGB V) übernimmt die Krankenkasse auch Fahrkosten für medizinisch notwendige Fahrten im Zusammenhang mit einer Leistung der Krankenkasse, die ambulant erbracht wird.

Verordnungsgrundsätze

Bei den unter Punkt A aufgeführten medizinischen Gründen kann der Arzt eine Verordnung für einen Krankentransport bzw. eine Krankenfahrt mit Taxi oder Mietwagen ausstellen, wenn der Versicherte nicht in der Lage ist, zu Fuß zu gehen oder öffentliche Verkehrsmittel zu benutzen.
Bei mehreren Patienten ist ggf. ein Sammeltransport in Erwägung zu ziehen.

Bei Personen. die von der Zuzahlung sind, soll eine Verordnung nur ausgestellt werden, wenn eine Krankenfahrt mit Taxi oder Mietwagen oder ein Krankentransport erforderlich ist. In anderen Fällen ist ggf. lediglich die Anwesenheit in der Praxis zu bescheinigen.

Auswahl des Beförderungsmittels

Das Verkehrsmittel ist unter Beachtung eines strengen Maßstabes nach der medizinischen Notwendigkeit durch den Arzt festzulegen. Hierbei ist der Gesundheitszustand des Patienten und seine Gehfähigkeit zu berücksichtigen.

Ungünstige Fahrzeiten oder schlechte Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr sind keine Begründung für die Nutzung des Privat-Pkw oder eines Taxis.

Die Verordnung von Krankenfahrten mit Taxi, Mietwagen oder Privat-Pkw ist nur bei medizinischer Indikation (mangelnde Gehfähigkeit) verordnungsfähig!

SeitenanfangSeitenanfangSeitenanfang