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GANGLION = ÜBERBEIN

... prall-elastische Anschwellung einer Sehne in Gelenknähe. Bevorzugte Lokalisation ist das Handgelenk, der Handrücken aber auch am Fußrücken. Es handelt sich um eine flüssigkeits- oder gallertgefüllte Exsudationszyste (Hygrom)mit glatter oder zottiger Innenwand. Gegentlich finden sich darin aus Fibrinausfällungen (sog. Reiskörperchen). Hygrome können aus einer Gelenktasche, einem Schleimbeutel oder einer Sehnenscheide als Folge einer Entzündung hervorgehen. Die Ursache ist unbekannt. Gelengentlich können sie mit einer tuberkulösen oder rheumatischen Grunderkrankung einhergehen. Daran ist besonders zu denken, mehrere Hygrome auftreten oder der Verlauf sich chronisch darstellt.

Wegen der oft knochenharten Konsistenz wurde im Volksmund der Name Überbein geprägt.

Diagnostik: In der Regel klinisch zu erkennen. Mitunter ist eine Röntgen-Aufnahme nicht zu umgehen, um die Schwellung gegen einen Knochentumor abzugrenzen.

Therapie: Operative Entfernung in lokaler Betäubung mit anschließender Ruhigstellung für 1 Woche. Die Rückfallquote ist aber recht hoch.

Abb.: Ganglion am Handgelenk

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