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Für Sie gelesen ...

Texte, auf die ich beim Surfen im Internet stieß und die thematisch zu den Inhalten meiner Homepage passen, habe ich in meinen privaten Datenbanken (Cociter cogitum oder CUEcards, siehe Programmvorstellungen) gespeichert. Unter dem Link Für Sie gelesen ... habe ich verschiedene dieser Texte nach Themen-Komplexen geordnet, aufbereitet und hier als Empfehlung eingestellt.

Aufbereitet heißt, daß ich diese Texte zur Wahrung des Urheberrechts nicht vollständig und wortwörtlich wiedergebe, sondern gekürzt bzw. in einer eigenen Form. Teilweise handelt es sich auch nur um eine kurze Zusammenfassung, eine Rezension oder einen Auszug.

  1. Antibiotika in der Schwangerschaft
  2. Das unterschätzte Schlafapnoesyndrom
    Mit einer Häufigkeit von 4% bei Männern und 2% bei Frauen liegt das Schlafapnoesyndrom statistisch im Bereich von Diabetes mellitus oder Asthma bronchiale. Dennoch wird dieser folgenschweren Erkrankung zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt. Ein Fachsymposium über schlafbezogene Atemstörungen in Villach kam zu dem Schluss, dass eine schlafmedizinische Strukturverbesserung ... dringend notwendig ist.
    Die schwere Form mit mehr als 30 Apnoen/Hypopnoen pro Stunde verursacht eine deutliche berufliche und soziale Beeinträchtigung.
    Quelle: http://www.universimed.com/content/inneremedizin/2002/pulmo032002_07.shtml [Zugangskennung erforderlich]
  3. Onychomykose: Lokal oder systemisch?
    2 bis 4% der Erwachsenen leiden an einer Onychomykose. Dieses ernst zu nehmende Krankheitsbild, das besonders bei Patienten mit Diabetes mellitus und Durchblutungsstörungen zu schweren Folgeerscheinungen führen kann, muss unter ärztlicher Aufsicht therapiert werden.
    Es sind zwei Patientengruppen zu unterscheiden: die eine, bei denen die Pilzerkrankung der Nägel ein rein kosmetisches Problem ist, die andere Gruppe, wo die Pilzerkrankung der Nägel im Rahmen einer Grundkrankheit wie Diabetes mellitus oder einer schweren Angiopathie als behandlungswürdige schwere Mitbeteiligung doch eine ernste Erkrankung und Beeinträchtigung für die Patienten darstellt...
    Quelle: http://www.universimed.com/content/dermatologie/2002/derma04_052002_02.shtml [Zugangskennung erforderlich]
  4. OLG Naumburg: Behandlungsfehler trotz Leitlinien
    KÖLN, 11. März (MedCon) Wer einen Behandlungsfehler begeht, kann sich nicht auf die Konformität mit den Leitlinien der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften herausreden. Das hat jetzt das Oberlandesgericht Naumburg (AZ:1 U46/01 u. LG Halle 6 O 468/95) entschieden. Allein schon die ständige Diskussion über die Qualität der Leitlinien zeigt nach Ansicht der Richter, dass sie als verbindliche Handlungsanleitung für Ärzte untauglich sind. Sie könnten auch forensisch kein Sachverständigengutachten ersetzen.
    AZ:1 U46/01 u. LG Halle 6 O 468/95
    Quelle:
    http://msd.praxis.medical-content.net/?cid=4&aid=41543&index_page=...
    [Zugangskennung erforderlich]
  5. Madentherapie skurril aber höchst erfolgreich
    Problemwunden unterschiedlichster Genese wurden in den letzten Jahren immer häufiger mit keimfrei hergestellten Larven der Schmeißfliegenart Lucilia sericata erfolgreich und Kosten sparend behandelt. Trotzdem wird diese Therapieoption von vielen kritischen Kollegen als archaisch oder unhygienisch angesehen oder gar mit dem pathologischen Zustand der Myiasis gleichgesetzt. Es erscheint daher notwendig, den zugrunde liegenden, sehr komplexen Mechanismen mehr Aufmerksamkeit zu schenken.
    Die Lokalbehandlung chronisch infizierter Wunden konzentriert sich auf drei Basismaßnahmen: Nekrosenabtragung, Infektbeseitigung und Defektauffüllung. Therapeutisch eingesetzte Fliegenlarven weisen in allen drei Bereichen erstaunliche und vielfältige Wirkungen auf.
    Quelle:
    http://www.universimed.com/content/diabetologie/2002/dia20020204.shtml [Zugangskennung erforderlich]
  6. Pneumokokkenimpfung für Kleinkinder
    Die Auswertung erster Daten einer Beobachtungsstudie über das Erregerspektrum von invasiven Pneumokokkeninfektionen hat ergeben, dass der in den USA entwickelte 7-valente Impfstoff für Kleinkinder auch in Österreich eine bis zu 85%ige Abdeckungsrate aufweist.
    Pneumokokken stellen immer noch eine ernsthafte Bedrohung der Gesundheit dar. Trotz moderner Antibiotika beträgt die Letalität bei invasiven Pneumokokkeninfektionen bis zu 20% und es ist mit schweren Folgeschäden zu rechnen. Der bisher zur Verfügung stehende 23-valente Pneumokokkenimpfstoff ist bei Kleinkindern unter 2 Jahren nicht immunogen. Erst die Entwicklung eines konjugierten 7-valenten Impfstoffs in den USA gewährt auch in dieser Altersgruppe Schutz vor den Folgen einer Pneumokokkeninfektion.
    [...]
    Vom 1. 2. 2001 bis zum 31. 1. 2003 wurden an sämtlichen pädiatrischen Abteilungen Österreichs hospitalisierte invasive Pneumokokkenfälle bis zum 5. Lebensjahr erfasst, an die Studiengruppe gemeldet und die verantwortlichen Bakterienstämme an die Klinische Abteilung für Infektionen und Chemotherapie der Univ.-Klinik für Innere Medizin I in Wien gesandt, wo unter der Leitung von Univ.-Prof. DDr. A. Georgopoulos die Serotypisierung und Resistenzbestimmung erfolgte. Dabei lag das Verhältnis Meningitis und Bakteriämie in diesem Lebensalter bei 1:2.
    Insgesamt wurden bei 16% der Erkrankungsfälle Folgeschäden und eine 10%ige Letalität beobachtet. Die Meningitisfolgeschäden lagen bei 35% und die Letalität betrug 1%.
    Bei der Abdeckungsrate muss zwischen der direkten Abdeckung der im Impfstoff enthaltenen Serotypen und einer wissenschaftlich noch nicht vollständig gesicherten Kreuzprotektivität unterschieden werden. Die österreichische Untersuchung zeigte, dass die direkte Abdeckungsrate 62% beträgt. Rechnet man die Kreuzprotektivität hinzu, so werden bis zu 85% der Erregerstämme, die eine invasive Pneumokokkeninfektion hervorrufen, abgedeckt. Rendi-Wagner: "Optimistisch können wir nach einem Jahr sagen, dass wir mit diesem Impfstoff bis zu 85% der Erkrankungen vermeiden können."
    "Dabei handelt es sich jedoch nur um eine Interims-Analyse. Valide Daten, aufgrund derer eine Impfempfehlung erfolgen soll, werden erst nach Auswertung der Zweijahres-Daten vorliegen." So wurden von der Studiengruppe geringe Abweichungen vom US-Erregerspektrum nachgewiesen, die zwar nicht sehr gravierend sind, jedoch weiter beobachtet werden müssen.
    Die Studie hat auch gezeigt, dass Österreich hinsichtlich der Antibiotikaresistenzen von Pneumokokken keine Insel der Seligen ist. Die beobachteten Resistenzraten in der untersuchten Altersgruppe liegen bei über 20% und betreffen vor allem Oralcephalosporine und Makrolidantibiotika, die in dieser Indikation sicher nicht mehr Mittel der ersten Wahl sind.
    Wünschenswert wäre, so Rendi-Wagner, die Beobachtung auch nach Beendigung dieser Studie und einer eventuellen Aufnahme des Impfstoffes in den Impfplan fortzusetzen, um zu sehen, ob sich die Inzidenz der invasiven Pneumokokkenerkrankungen wie erhofft senken lässt und ob es zu einer Verschiebung des Serotypenspektrums kommt.
    Quelle:
    http://www.universimed.com/stage/networkcenter.php?nw=12&cat=0&table=article&view=article&id=7323 [Zugangskennung erforderlich]
  7. Morbus Parkinson: Pro und Kontra Dopaminagonisten als erste Wahl
    [...]
    Die Frage "Dopaminagonisten erste Wahl bei Morbus Parkinson" wurde von Univ.-Prof. Dr. Werner Poewe, Vorstand der Neurologischen Univ.-Klinik Innsbruck, und Univ.-Prof. Dr. Eduard Auff, Vorstand der Univ.-Klinik für Neurologie im AKH Wien, diskutiert.
    Für das Vorgehen beim individuellen Parkinson-Patienten sind nicht nur die vordergründigen Studienresultate, sondern auch das Kleingedruckte oft hilfreich. Letztlich muss bei jedem Betroffenen individuell, abhängig vor allem von der Komorbidität, aber auch von Alter, sozialer und beruflicher Situation sowie Behinderungsgrad abgeschätzt werden, was der optimale Behandlungsweg ist.
    Pro Dopaminagonisten
    Die potenziellen Vorteile von Dopamin(DA)-Agonisten sind direkte DA-Rezeptorstimulation im Striatum, Subspezifität z. B. für D1-/ D2-Rezeptoren, keine kompetitive Transporthemmung beim Weg ins Gehirn sowie eine längere Halbwertszeit als L-Dopa, betonte Poewe. Dass DA-Agonisten im Unterschied zu L-Dopa nicht oxidativ metabolisiert werden, gehöre ebenfalls dazu, auch wenn die diesbezüglichen experimentellen Invivo/ vitro-Untersuchungen zu möglichem oxidativen Stress durch LDopa widersprüchliche Resultate brachten. Für einige Dopaminagonisten konnten zudem in experimentellen Zellkulturen neuroprotektive Wirkungen nachgewiesen werden, wie z. B. Radikalfängereigenschaften oder antiapoptotische Effekte.
    L-Dopa-Einspareffekt, weniger motorische Komplikationen Poewe: Für DA-Agonisten als erste Wahl für die initiale Monotherapie des M. Parkinson sprechen ganz klar die Ergebnisse der aktiven Komparatorstudien der letzten Jahre: Übereinstimmend zeigte sich ein signifikant geringeres Risiko für motorische Komplikationen, auch wenn im späteren Krankheitsverlauf L-Dopa dazugegeben werden musste. Immerhin konnte ein Drittel der Patienten bis zu fünf Jahre mit Agonisten- Monotherapie suffizient behandelt werden.
    [...]
    Ein weiteres Argument für initiale Monotherapie mit DA-Agonisten, so Poewe weiter, liefern die kürzlich präsentierten CALM-CIT- und REAL-PET-Studien, die die Krankheitsprogression als primären Endpunkt untersuchten. Schon im Rahmen der 5-Jahres-Ropinirolversus L-Dopa-Studie zeigten PETUntersuchungen bei einer kleinen Subgruppe von Patienten im frühen Krankheitsstadium unter Ropinirol trendmäßig eine Abnahme der Progression der 18F-Dopa-Aufnahmereduktion. Die Traceraufnahmereduktion im Putamen gilt bekanntlich als pathognomonisches Zeichen für M. Parkinson und spiegelt letztlich den quantitativen Verlust der dopaminergen Innervation wider.
    Auff erläuterte die Kontra-Argumente: "Die bei weitem effizienteste Behandlung der symptomatischen Veränderungen der Parkinson- Krankheit stellt die Ersatztherapie mit L-Dopa dar. L-Dopa ist nach wie vor der Goldstandard, das kommt durchgehend durch alle Studienergebnisse klar heraus."
    Die allgemeine Verträglichkeit der DA-Agonisten sei schlechter als von L-Dopa. "Es gibt Nebenwirkungen wie z. B. Übelkeit und Erbrechen oder orthostatische Dysregulationen, die sichtlich jedoch nur zu Beginn auftreten, teils dosisabhängig sind und mit einschleichendem Aufdosieren in Grenzen gehalten werden können", erläuterte der Experte. "Wichtig für den Patienten ist dann, dass es zu einem langsameren Wirkungseintritt als unter L-Dopa kommt."
    Aber auch unangenehme Nebenwirkungen, die Konsequenzen für das Alltagsleben haben, seien unter DA-Agonistentherapie durchaus keine Seltenheit. Der Patient sollte z. B. über Tagesmüdigkeit und Einschlafattacken sowie notwendige Verhaltensmaßnahmen, also etwa Warnung vorm Autofahren, informiert werden, aber auch über Halluzinationen und Verwirrtheitszustände. "Wenn Sie DA-Agonisten verschreiben, müssen Sie sich Zeit nehmen."
    [...]
    Quelle:
    http://www.universimed.com/content/neurologie/2002/neu20020620_02.shtml [Zugangskennung erforderlich]

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