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Differentialdiagnostische Tabellen

Fragebogen Harninkontinenz bei Frauen

Quelle: Gaudenz,R.; Der Inkontinenz-Fragebogen mit dem neuen Urge- und Streß-Score; Geburtsh. Frauenklinik 39, (1979) , S. 784-792

Das Ziel, das mit diesem Fragebogen erreicht werden soll, ist es, Sie zu ermuntern, sich mit Ihrem Arzt über dieses für Sie unangenehme Thema zu unterhalten. Der ausgefüllte Fragebogen hilft Ihrem Arzt, die Formen der Inkontinenz ("undichte Blase") besser zu unterscheiden und daraus eine geeignete Therapie abzuleiten.
Die Harn-Inkontinenz sollte für Patienten kein Tabu-Thema mehr sein. Es ist wesentlich peinlicher, wenn Ihre Umgebung dieses Problem wahrnimmt, als sich mit einem verständnisvollen Arzt Ihres Vertrauens darüber auszutauschen!

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Bitte kreuzen Sie die Ziffer an, die zu einer Antwort gehört, die am besten zutrifft!

  U S
1.Wie oft vierlieren Sie ungewollt Urin?
selten,gelegentlich  1
täglich, mehrmals täglich, dauernd 1 
2.Wie groß ist die Urinmenge, die Sie verlieren?
einige Tropfen  1
größere Mengen 1 
3.Das Verlieren von Urin ...
stört mich nur gelegentlich  2
stört mich enorm 1 
4.In welchen Situationen verlieren Sie Urin?
beim Husten und Niesen  1
beim sitzen und Liegen 1 
5.Haben Sie Kinder geboren?
ja  1
nein 0 
6.Wie häufig müssen Sie täglich Wasser lassen?
alle 3 - 6 Stunden  3
alle 1 - 2 Stunden 2 
7.Müssen sie nachts Wasser lassen?
nie bis 1 mal  2
2 bis 4 mal, häufiger 3 
8.Verlieren Sie auf den Weg zur Toilette Urin?
niemals, selten  2
fast immer 2 
9.Müssen Sie bei Harndrang sofort gehen oder können Sie warten?
kann warten, muß bald (10-15 Minuten) gehen  2
muß sofort gehen 3 
10.Verspüren Sie plötzlichen Harndrang, und verlieren Sie kurz darauf Urin, ohne es verhindern zu können?
nie  2
gelegentlich, häufig 3 
11.Verlieren Sie nachts im Schlaf Urin?
nein, nie  1
häufig, regelmäßig 1 
12.Besteht häufiger, kaum unterdrückbarer Harndrang?
eigentlich nie, nur geelgentlich  2
oft, behindert mich sehr 3 
13.Der häufige, kaum unterdrückbare Harndrang ist für mich
eigentlich kein Problem2  
stört, behindert mich stark  2
14.Haben Sie das Gefühl, daß die Blase nach dem Wasserlassen vollkommen leer ist?
ja  1
nein 1 
15.Können Sie den Harnstrahl willkürlich unterbrechen?
ja  1
nein 2 
16.Wie ist Ihr Gewicht?
über 70 kg  2
unter 70 kg 0 
Gesamtsumme [Summe aller Punkte für U und S]    


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Auswertung

Inkontinenz-Patienten haben einen Urge- und einen Streß-Score zwischen 0 und 26.

Liegt der Urge-Score zwischen 13 und 26 und der Streß-Score zwischen 0 und 6, so liegt mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit (97%) eine Urge-Inkontinenz (motorische Reizblase = MR)vor. 75% aller Fälle von motorischer Reizblase liegen in den Diagnosefeldern MR1-4.
Liegt der Streß-Score zwischen 13 und 26, der Urge-Score zwischen 0 und 6, so liegt mit hoher Wahrscheinlichkeit (87%) eine Streß-Inkontinenz (Urethralinsuffizienz = UI) vor. 81,5% aller Fälle von Streß-Inkontinenz liegen in den Diagnosefeldern UI1 und UI2.

Die Höhe des Score gibt gleichzeitig einen Anhalt für die Stärke der Inkontinenz.

 
Urge-Score
   
 0-6 
 7-12
13-26
Streß-Score
 0-6 
MR3
MR2
MR1
7-12
UI2
MR4
 
13-26
UI1
   

blau Medikamentöse Therapie ist angeraten.
hellblauVersuch einer medikamentösen Therapie ist angezeigt.
rosaMedikamentöse Therapie ist möglicherweise erfolgversprechend.
gelbMedikamentöse Therapie ist nicht angezeigt.

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